Also sowas! Da läuft man die letzten Meter von einem markierten Fernwanderweg, überholt noch alle möglichen Leute, die mich vorher an der Donau überholt hatten, weil ich mal wieder mit Fotos machen rumgebummelt hab, nähert sich und nähert sich dem Ziel der ganzen Wanderung … und dann … wird man mit einem letzten läppischen Aufkleber auf der Stange eines Schildes abgespeist?

Die ultimativ letzte Wegmarkierung des Altmühltal-Panoramaweges in Kehlheim an der Donau
Ich konnt’s gar nicht glauben und bin noch ein wenig kreuz und quer über den Platz geirrt, bis ich es akzeptiert habe. Naja. Dokumentier ich meine Ankunft halt am Rathhaus.

Und was hatte diese letzte Etappe nochmal für Schmuckstücke zu bieten! Erst war da die Klamm am Kästlhang.





Dafür wurde ich mit so vielen schönen Bildern belohnt:



Danach, ein Abstieg und ein Aufstieg inbegriffen, ging es zum Schloss Prunn, das der Kastl-Klamm gegenüberliegend auf der anderen Seite der Altmühl über dem Tal thront.


Es ist ein zu einem Schloss umgebaute Burg, mit krassem Burgraben, Hängebrücke und unfassbar schönem Panoramablick über das Tal.


Nachdem ich bei einer freundlichen Wirtin meine Wasserflasche auffüllen durfte, ging es weiter bis runter nach Essing. Auch hier hielt der Weg Bilder bereit, die einen nur staunen lassen.


Dann ging’s weiter, man glaubt es kaum, mit einer Burg aus dem 11. Jahrhundert.

Danach bekam mein Kopf ein wenig Pause und ich konnte in gleichmäßigem Rhythmus einige Kilometer weit wandern.

Schließlich macht der Weg einen Knick nach rechts mit einem Anstieg hinauf zu einer alten, keltischen Stadtruine. Der Weg verläuft auf über zweitausend Jahre alten Mauern der keltischen Stadt Alkimoennis.

Doch sobald man die Kelten verlässt, nähert sich der Wanderweg der Donau. Um Nistplätze von Greifvögeln und anderen Tieren zu schützen, sind nicht alle Aussichtspunkte zugänglich. Aber ich fand einen und wurde mit einer ganz wunderbaren Aussicht belohnt. Was für ein Ort, um eine Rast zu machen!


Es gibt einfach zu viel zu sehen! An manchen verwunschenen Orten, die sich jetzt immer noch auftaten musste ich einfach vorbei gehen.


Nun bin ich also den ganzen Weg von Treuchtlingen bis hierher nach Kehlheim gelaufen, habe so viel gesehen und gelernt, über die Region, über die Geologie, über die Gründe der tief religiösen Verbundenheit der Menschen hier und nicht zuletzt und insbesondere über mich selbst. Gerade letzteres ist ein großes Geschenk für mich. Manchmal muss man weite Wege laufen, um sich selbst zu finden. Und wenn es gelingt, kann es lebensverändernd sein. Das, was mir hier geschehen ist, trage ich im Herzen.
Wunderbar, liebes Bruderherz 😘