Langsamkeit

Die heutigen zwanzig Kilometer waren so ganz anders als die Tage zuvor. Schon zu Beginn des Weges, am Roßkopfsteig, wurde mir bewusst: Heute mag ich nicht schnell gehen.

Eine Weinbergschnecke, die mir vor die Füße lief.

Oft hielt ich an, betrachtete den Wald, das Unterholz, die Altmühl, die Vögel, als wollte ich dieses Naturerlebnis noch einmal ganz tief in mich einspeichern. Von zehn Uhr bis siebzehn Uhr dreißig habe ich gebraucht für diese Strecke, eine Zeit, in der man auch 30 bis 40 Kilometer laufen kann, wenn man unbedingt will. Dafür wurde ich mit so vielem belohnt. Vom davonspringenden Reh, über etwas, das, vielleicht, ein Auerhahn gewesen sein könnte (Als ob ich Ahnung davon hätte. Es war jedenfalls ein schwarzer Vogel mit etwas rotem am Kopf.), zu Enten, Schwänen, Gänsen und Reihern. Letztere haben sich als ausgesprochen scheu erwiesen. Doch ein Foto ist mir gelungen, wenn auch dann, als der Vogel Fersengeld gab.

Ein weißer Reiher

Vom Roßkopf aus konnte ich mein heutiges Zwischenziel erkennen, das Schloss Eggersberg:.

Schloss Eggersberg vom Roßkopf aus gesehen

Im dortigen Schlossgarten offenbarte sich mir ein kleines Bäumchen mit wunderbaren, weißen Blüten.

Weiße Blüten eines mir unbekannten Bäumchens

In Obereggendorf stand auch ein Baum mit ganz wunderbaren rosa Blüten.

Rosa Feuerwerk in Form eines blühenden Baumes

Der Tag hielt mich mit den Bildern, die er mir schenkte, im Bann.

Zwei Gänse in Habachtstellung – sie haben mich bemerkt
Die Altmühl, verwinkelt, voller Bäume, Sträucher und Gräser – ein Vogelparadies
Bäume, die aus dem Horizont heraus zu wachsen scheinen.
Riedenburg, mein Tagesziel
Eine bunte Häuserreihe in Riedenburg am Ufer

Die vielen Eindrücke haben mich müde und dankbar gemacht. Die Matratze hatte mich schon fast mit ihrem weichen Kissen. Aber ich wollte euch nicht warten lassen.

Gute Nacht!

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