Solange wir auf diesem Planeten verweilen, leben wir. Und zwar genau dann, wenn wir wieder einen Schritt in’s Ungewisse wagen – egal ob klein oder groß. Egal ob es der Schritt in die U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit ist oder ein Sprung von einer Leiter auf die Oberfläche des Mondes. Etwas neues sehen, erleben, machen, fühlen. Das ist es. Ein Teil des Ganzen ist es auch, dass wir mit jedem gelebten Wagnis auch ein Stück eigene Vergangenheit schaffen. Living is dying. Insofern wird jede Zeile, die wir jemals zu physischem oder virtuellem Papier bringen, immer unvollkommen sein. Sie ist ein Wagnis. Denn sie ist ein Ausdruck dessen was wir sind: Unvollkommen. Aber es hat auch mal jemand gesagt, ich weiß leider nicht wer: Das größte Risiko ist es vielleicht, gar kein Risiko einzugehen. Und so sitze ich hier bei jeder Zeile, die aus mir fließt, mit dem Gedanken: Interessiert das überhaupt jemanden? Keine Ahnung! Schreib! Du wirst es heraus finden! Denn es gibt etwas in mir, dass mich antreibt, etwas das sich mitteilen will, das mein Herz höher schlagen lässt, wenn ich schreibe – trotz all der Zweifel. Denn vielleicht liest es irgendwann ein anderer Mensch und fühlt auch etwas dabei, was für sie/ihn wichtig und wertvoll ist.
Ein Gedanke zu “Über Wagnisse…”