Manche Bilder scheinen Wandernden vorbehalten zu sein. Klingt total philosophisch. Aber tatsächlich war ich einfach zu blöd, die Kamera richtig scharf zu stellen. Auf dem Weg aus Eichstätt raus hatte ich ein Büschel Blätter in einem Baum vor Augen, das noch voller in der Morgensonne glitzernder Wassertropfen war. Tja. Und weil ich spät losgelaufen war, hab ich mir nicht die Zeit genommen, manuell zu fokussieren. Dumm von mir. Denn die Kamera hat anstatt dessen einen Zweig fokussiert, der vor dem eigentlichen Motiv war. Und so ist der Moment für die Kamera verloren. Nur in meinem Kopf lebt das Bild fort. Deswegen musst Du auch wandern gehen! Das Beschreiten eines solchen Weges füllt einem die Seele auf, mit Schönheit, mit Kraft, mit Demut und mit Dankbarkeit. Und das ist doch mit vollem Recht philosophisch. Denn die Endlichkeit eines solchen Moments, der uns für den Bruchteil einer Sekunde mit dem Universum verbindet, kann man nicht über ein solches Medium transportieren. Ich kann davon erzählen und mit ein wenig Glück dieses Feuer in Dir entfachen, dass Dich Deine Schuhe binden und loslaufen lässt.

Und so erzähle ich Dir: Es war ein phantastischer Morgen! Gestern abends hatte es in Eichstätt ein heftiges Gewitter mit Hagel und Starkregen gegeben. Stefan und ich konnten uns nach unserem Abendessen gerade noch so in den Campingbus retten, bevor wir sonst nass bis auf die Knochen geworden wären. Und dieser Regen befand sich am Morgen danach noch überall in den Pflanzen, Zweigen und Blüten. Die Sonne schien satt in all diese Tropfen und verwandelte den Anfang des Weges in eine glitzernde Märchenlandschaft.

Hach ja. Auch bei obigem Bild ist mir das Einfangen der Reflexionen in den Wassertropfen nicht wirklich gelungen. Geht das überhaupt? Oder bedarf es der Bewegung, so dass sich der Blickwinkel relativ zu den tausenden Wassertropfen kontinuierlich ändert, die einem Foto fehlt. Das mag eine Rolle spielen; wie sicherlich auch meine Inkompetenz. Ich werde weiter üben, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Haltet mir die Daumen!
Heute war es eine der längeren Touren. Von Eichstätt ging es nach Arnsberg, was rund 23km waren. Und es war wie erwartet: Die Knie sind jetzt ok und schmerzen nicht mehr. Auch der Laufrhythmus ist ein ganz anderer und hat mich heute ein freundliches Pärchen, die viel zu schweres Gepäck mit sich rumschleppten, zwei mal überholen lassen. (Sie hatten mich wieder eingeholt, als ich Rast gemacht habe.) Für mich ist das dieses Mal eine wichtige und wieder gewonnene Erkenntnis. Die ersten drei Tage einer Wanderung sind auch schön. Aber so richtig in den Fluss kommt man erst nach und nach. Bei mir ist es dieses Mal Tag vier, ab dem ich mich so richtig am rollen gefühlt habe. Ich hätte auch noch weiter gehen können, sag ich mal. Im Innern liebäugele ich bereits mit einem nächsten Wanderweg, den ich gehen möchte. Er ist 358km lang, lässt sich aber scheinbar in 16 Tagen begehen: Der Albsteig. Naja sagen wir mal, mit Anreise, Pausentag und Abreise sind es wohl eher 19 Tage. Ich träume einfach mal davon. Vorfreude ist schließlich eine der schönsten Freuden.
Bevor ich zu Bett gehe, hier noch ein paar Eindrücke des heutigen Tages:







Was ich noch versprochen hatte…
…war es, euch mein Schreibset zu zeigen. Vielleicht noch als Worte vorneweg: Andere Menschen kommen super mit einem Notitzbuch und einem analogen Stift, wie einem Kuli, zurecht. Bei mir ist das nicht so. Ich schreibe einfach viel schneller mit Tastatur und kann zudem meine eigene Handschrift, wenn ich schnell schreibe, fast nicht lesen. Ich habe am Schreiben mit Stift keine Freude. Also so null Freude. Ich liebe es, mit Tastatur zu schreiben. Es kurbelt meine Kreativität an und lässt meine Gedanken fließen. Das stellt natürlich an ein Schreibset für eine Wanderung besondere Anforderungen: Es muss eine gut benutzbare Tastatur haben, die dennoch leicht ist und sich mit einem Mobiltelefon verbinden lässt, z.B. per Bluetooth. Denn ein Laptop mitzuschleppen, ist mir dann doch zu schwer. So sieht also mein Schreibset aus:

Was das Handystativ anbetrifft: Es ist wirklich sehr leicht. Das tatsächliche Gewicht weiß ich nicht mehr. Bei der Tastatur muss ich sagen, dass man da noch leichtere bekäme. Die hier wiegt rund 650g. Leichtere Modelle sind jedoch häufig aus einem Folienmaterial hergestellt und haben keinen richtigen Anschlag. So nicht bei dieser hier. Ich tippe mit der ja nun schon mehrere Tage lang meine Artikel ins Handy, und ich kann sagen: Es funktioniert super! Ich tippe selbst bei Sondertasten so gut wie nie daneben. Ich merke zu meiner Laptoptastatur eigentlich kaum einen Unterschied.
So. Das war‘s für heute. Ich hoffe, der Artikel hat euch Spaß gemacht. Hinterlasst mir gerne mal einen Kommentar. Gute Nacht! 🙂
Danke für deine Eindrücke 😀
Zu dem Märchenschloss kommen wir mit 😀
Viel Spaß und gutes Wetter
Vielen Dank rest mal, lese später weiter. Schönes Wochenende Euch alle🤗