Wenn Tag um Tag Bewusstsein eilt,
Dein Sein niemals in Ruhe weilt,
Dein Leid, Dein Schmerz verschwunden scheint,
Der Schnitt im Herz so stumpf, nicht greint:
Kehr ein, halt an, schau aus Dir raus
Und finde dieses eine Haus;
Ein Bett, in das Dich Schwere lenkt;
Ein Ort, der still Dir Ruhe schenkt.
An dem Du diesen Spiegel find’st;
Den Weg zu Wunden neu gewinnst.
Dich wieder suchst und neu entdeckst,
Verlor’n gegang’ne Sinne weckst.
Geh’ raus, saug auf des Ortes Art
Und fühl’ mit allen Sinnen bald,
Den Wald, das Gras, der Blumen Duft
Fühl’ in der Brust die neue Luft.
Bis eines Tags die Wunde heilt,
Als Narbe auf der Seele weilt;
Erkennst sie als den Pinselstrich;
Des Schicksals Kunst gezeichnet Dich.

